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EURES – Transfrontalier: Grenzüberschreitende Arbeitsmarktpolitik

Die Binnengrenzen in Europa verlieren mehr und mehr an Bedeutung. Dennoch stößt man oft auf Schwierigkeiten, wenn man in einem Land wohnt und in einem anderen arbeitet.
Um die grenzüberschreitende Mobilität von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern zu erleichtern und zu fördern, hat die Europäische Kommission EURES-Netzwerke (European Employment Services) eingerichtet, in denen die öffentlichen Arbeitsverwaltungen, Arbeitgeberverbände und Gewerkschaften zusammen arbeiten. Die EURES-Berater bieten folgende Informations- und Beratungsdienstleistungen an:

  • Information und Beratung über Arbeitsmöglichkeiten und Lebens- und Arbeitsbedingungen im Europäischen Wirtschaftsraum.
  • Unterstützung von Arbeitgebern bei der Rekrutierung von Arbeitskräften aus anderen Ländern.
  • Spezielle Beratung und Orientierungshilfen für Arbeitnehmer und Arbeitgeber in Grenzregionen.


Aufgrund der besonderen Situation in den Grenzregionen sind auf regionaler Ebene die EURES-Transfrontraliers als Partnerschaftsnetzwerke entstanden. Diese stellen in den Grenzregionen eine einzigartige Plattform für Kontakte zwischen den Arbeitsverwaltungen auf regionaler und nationaler Ebene und den Sozialpartnern dar. Die EURES-T-Netzwerke haben es sich zur Aufgabe gemacht, das Leben und Arbeiten der Grenzgänger zu erleichtern.
Das Land Rheinland-Pfalz ist Partner im EURES-T Saar-Lor-Lux-Rheinland-Pfalz und im EURES-T Oberrhein / Rhin Supérieur.

EURES-T Saar-Lor-Lux-Rheinland-Pfalz

Die Großregion Saarland-Lothringen-Luxemburg-Rheinland-Pfalz-Wallonie weist innerhalb der Europäischen Union mit die stärksten Grenzgängerströme auf und hat damit in vielerlei Hinsicht Modellcharakter. Insgesamt liegt die Zahl der Berufspendler bei rund 190.000, davon haben allein 140.000 Luxemburg zum Ziel.
Der EURES Transfrontalier Saar-Lor-Lux-Rheinland-Pfalz versucht auf den Beratungsbedarf dieser zahlreichen Grenzgänger einzugehen, in dem die EURES-Berater beispielsweise über die Lebens- und Arbeitsbedingungen in den vier Partnerregionen informieren und über Fragen der beruflichen Bildung Auskunft erteilen Darüber hinaus fördert das Netzwerk auch den Informationsaustausch über Angebot und Nachfrage auf dem Arbeitsmarkt in der Großregion, die grenzüberschreitende Stellenvermittlung sowie die Entwicklung einer grenzüberschreitenden Berufsbildung.
Weitere Informationen zum EURES-T Saar-Lor-Lux-Rheinland-Pfalz finden Sie auf der Webseite http://www.eures-sllr.org


EURES-T Oberrhein / Rhin Supérieur

Der EURES-T-Oberrhein umfasst das Mandatsgebiet der Oberrheinkonferenz, das Elsaß, Baden, die Südpfalz und die Nordwestschweiz. Auch im Oberrheingebiet ist die grenzüberschreitende Mobilität von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern gelebte Wirklichkeit. Insgesamt liegt die Zahl der Grenzgängerinnen und Grenzgänger am Oberrhein bei rund 87.000. Auch hier gibt es ein starkes Gefälle bei der Betrachtung der Pendlerströme, denn rund 58.500 Personen pendeln in die Nordwestschweiz.
Eures-T-Oberrhein als multinationales Netzwerk bietet eine ideale Plattform zur Förderung der beruflichen Mobilität von Arbeitskräften in der Grenzregion. Die im EURES-T-Oberrhein beteiligten Arbeitsverwaltungen und Wirtschafts- und Sozialpartner arbeiten bei der Analyse der Probleme des grenzüberschreitenden Arbeitsmarktes zusammen, tauschen sich über Stellen – und Bewerberangebote sowie in Fragen der Berufsbildung aus und informieren und beraten über die Lebens- und Arbeitsbedingungen in den Partnerregionen. Um dem Ziel einer gemeinsamen Grenzregion näher zu kommen, organisieren die Partner des Netzwerkes zahlreiche Projekte.

Weitere Informationen zum EURES-T Oberrhein finden Sie auf der Webseite http://www.eures-t-oberrhein.eu.