Förderung des Bürgerschaftlichen Engagements
Zentrale Aufgabenstellung der Landesleitstelle "Älter werden in Rheinland-Pfalz" ist die Förderung ehrenamtlicher Netzwerke und bürgerschaftlichen Engagements von Seniorinnen und Senioren.
Zusammenarbeit mit der Landesseniorenvertretung Rheinland-Pfalz e.V. und dem Landesfachbeirat für Seniorenpolitik
Wichtiges Anliegen der Landesregierung ist es, die gesellschaftspolitische Beteiligung älterer Menschen zu fördern und zu stärken. Aus diesem Grund unterstützt das Land die
Landesseniorenvertretung Rheinland-Pfalz e.V.
Schillstr. 2
55131 Mainz
Telefon: 06131 / 6279108
E-Mail: info(at)lsvrp.com
www.landesseniorenvertretung-rlp.de
In den vergangenen Jahren ist die Zahl der kommunalen Seniorenbeiräte kontinuierlich, auf derzeit 70, gestiegen.
Die Landesregierung hat entsprechend einer Zusage des Ministerpräsidenten die Änderungen der Kommunalverfassung angestoßen. Seit 1.1.2004 besteht eine gesetzliche Absicherung der Arbeit der Seniorenbeiräte in der Landkreisordnung und der Gemeindeordnung Rheinland-Pfalz.
Der Landesfachbeirat für Seniorenpolitik ist das Gremium aus Experten der Seniorenarbeit, das das Ministerium in den politischen Entscheidungsprozessen berät.
1993 wurden im Rahmen eines Bundesmodellprogramms in drei Regionen des Landes Seniorenbüros mit Förderung des Landes eingerichtet (Trier, Speyer und Bad Ems).
Von hier aus gingen viele Impulse ins Land, die auch von den kommunalen Leitstellen "Älter werden" aufgegriffen wurden. Wie auch auf Landesebene haben verschiedene Kommunen kommunale Ansprechstellen für Ältere geschaffen. Hier haben Seniorinnen und Senioren die Möglichkeit, eigene Vorhaben und Projekte zu realisieren und ihre Gestaltungsvorstellungen in die kommunalpolitischen Entscheidungsgänge einfließen zu lassen.
SeniorTrainerinnen und SeniorTrainer in Rheinland-Pfalz
Seit 2002 bildet Rheinland-Pfalz ältere Menschen zu ehrenamtlichen SeniorTrainerinnen und SeniorTrainern aus.
Bis 2006 im Rahmen des Bundesmodellprojektes EFI – Erfahrungswissen für Initiativen, das seit dem 1. April 2006 als eigenständiges Landesprogramm in Rheinland-Pfalz fortgeführt wird.
Seit 2010 ist das Landesjugendpfarramt der Evangelischen Kirche der Pfalz in Kaiserslautern, im Auftrag des Ministeriums für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Demografie, der Bildungs- und Projektträger.
Ältere Menschen bringen ihre Erfahrungen und Kompetenzen ehrenamtlich in einem selbstgewählten Bereich ein und geben ihr vielfältiges Wissen aus den unterschiedlichen Lebenskontexten an andere weiter.
SeniorTrainerInnen arbeiten mit Vereinen, (Selbsthilfe)Gruppen, Initiativen und Organisationen zusammen, in ganz unterschiedlichen Altersstufen und Tätigkeitsbereichen.
Sie unterstützen zum Beispiel Jugendliche bei schulischen Schwierigkeiten, bieten Internet- und Computer Kurse für ältere Menschen an, als Berufswahlpaten, als Wunschgroßeltern, in Selbshilfe- und Freizeitgruppen, Nachbarschaftshilfen, Seniorensicherheitsberatung, etc..
Elf Anlaufstellen werden in 2012 die Projekte der SeniorTrainerInnen koordinieren und ältere Menschen für dieses freiwillige Engagement qualifizieren und begleiten.
Das Ministerium fördert die Qualifizierung und Begleitung von 40 weiteren SeniorTrainerInnen in 2012 mit insgesamt 63.000,- Euro.
Falls Sie SeniorTrainerIn werden möchten und weitere Informationen wünschen, wenden Sie sich bitte an eine der Anlaufstellen in Ihrer Nähe.
An folgenden Standorten ist eine Anlaufstelle in 2012 eingerichtet:
Mehrgenerationenhaus/Haus der Familie Neuwied
Stadtverwaltung Ludwigshafen
Diakonisches Werk Worms-Alzey
Mehrgenerationenhaus/Haus der Familie Ingelheim
Gemeindepädagogischer Dienst Pirmasens
Verbandsgemeinde Puderbach
Naturfreunde Landesverband Rheinland-Pfalz Ludwigshafen
Caritasverband Westeifel e.V., Bitburg
Gemeindeverwaltung Haßloch, Seniorenbüro
Kreisverwaltung des Westerwaldkreises, Montabaur
Mehrgenerationenhaus/Haus der Familie Neustadt a.d.W.
Inzwischen gibt es in 18 Städten und Gemeinden in Rheinland-Pfalz mehr als 240 Frauen und Männer, die ihre Erfahrungen und Kompetenzen in einer gezielten Qualifikation für ihr zukünftiges Engagement weiterentwickelt und vertieft haben.
Folgende Anlaufstellen koordinierten die Projekte der SeniorTrainerinnen und Seniortrainer bis 2011: Der Kreisverband der Arbeiterwohlfahrt Altenkirchen, Ehrenamt - Die Mainzer Agentur e.V., die Freiwilligenbörse CaRaT in Neustadt/Weinstraße, die Kreisverwaltung Neuwied, die Kreisverwaltung Bernkastel-Wittlich, die Kreisverwaltung des Westerwaldkreises, die Ehrenamtsagentur Trier, VehRA - Ehrenamtsbörse Ludwigshafen , Verbandsgemeindeverwaltung www.wirges.de und das Protestantische Dekanat Bad Dürkheim , Das Seniorenbüro "Die Brücke" in Bad Ems , der Caritasverband Westeifel e.V., Bitburg, das Mehrgenerationenhaus/Haus der Familie in Ingelheim, die Freiwilligen Agentur in Kaiserslautern, die Kreisverwaltung Donnersbergkreis in Kirchheimbolanden, die Katholische Familienbildungsstätte/Haus der Familie in Koblenz, die Arbeitsstelle Frieden und Umwelt in Speyer, der Caritasverband Mosel-Eifel-Hunsrück e.V. in Wittlich.
Einen guten Einblick in die Arbeit der SeniorTrainerinnen und SeniorTrainer Rheinland-Pfalz finden Sie unter www.seniortrainerinnen-rlp.de oder www.seniortrainer-rlp.de. Weitere Informationen und Unterlagen zum Bewerbungsverfahren Anlaufstelle finden Sie unter: www.seniortrainer-rlp.de/anlaufstelle-werden.html.
Erfahrungswissen für Initiativen EFI
Das Modellprogramm „Erfahrungswissen für Initiativen EFI“ (2002 – 2006) des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend wurde in Kooperation mit zehn Bundesländern durchgeführt. In 35 Kommunen wurden fast 1000 Senioren als SeniorTrainerInnen weitergebildet und von ihrer örtlichen Agentur für Bürgerengagement bei der Weitergabe ihres Erfahrungswissens und der Wahrnehmung der Rolle der SeniorTrainerin und SeniorTrainer unterstützt.
Im Rahmen dieses Programmes wurden in Rheinland-Pfalz 80 interessierte ältere Menschen zu SeniorTrainerinnen und SeniorTrainern qualifiziert.
Die Dokumentation von "Vier Jahre SeniorTrainerinnen und Senior Trainer in Rheinland-Pfalz" können Sie ansehen, oder sich herunterladen.
Bürgergutachten
Ministerin Malu Dreyer hat im Jahr 2004 ein Bürgergutachten in Auftrag gegeben, das von der Universität Wuppertal organisiert und wissenschaftlich begleitet wurde.
Unter der Fragestellung "Miteinander der Generationen in einer alternden Gesellschaft" haben sich ausgewählte Bürgerinnen und Bürger in acht Regionen des Landes mit folgenden Fragestellungen auseinandergesetzt:
- Wie erleben und bewerten die Menschen die derzeitigen Formen des gesellschaftlichen Miteinanders der Generationen in Bereichen Arbeit, Wohnen, soziale Beziehung?
- Welche neuen Formen des gesellschaftlichen Zusammenlebens und der Solidarität zwischen den Generationen sind gewünscht ?
- Wie lassen sich diese neuen Formen umsetzen und gestalten?
- Wie kann Politik diesen Prozess unterstützen?
Die Ergebnisse des Bürgergutachtens liegen vor.

