Die für Brech- und Durchfallerkrankungen verantwortlichen Noroviren sind auch in Rheinland-Pfalz hochaktiv. Die Erkrankung ist gekennzeichnet durch starke Übelkeit, plötzlich einsetzendes Erbrechen, Bauchkrämpfe und Durchfälle und ist hochansteckend. Die Symptome dauern meist nur etwa 2 Tage an, die Ansteckungsgefahr besteht jedoch mindestens noch für eine Woche. In der Regel heilt die Erkrankung ohne weitere Folgen, für bestimmte Personengruppen ist jedoch der schnelle und starke Flüssigkeitsverlust bedrohlich.
In den vergangenen Jahren gab es die meisten Neuansteckungen in den Monaten Januar und Februar, Ausbrüche können jedoch über das ganze Jahr verteilt auftreten. Besonders Kleinkinder, ältere Menschen und Patienten mit Herz- Kreislauf- oder Stoffwechselerkrankungen sollten wegen des drohenden, schnellen Flüssigkeitsverlustes früh zum Arzt gehen. Die Noroviren werden meist durch Schmierinfektion, das heißt durch direkten Kontakt mit den Erkrankten oder über erregerbehaftete Flächen, wie Waschbecken, Türgriffe und Toiletten, übertragen. Auch auf dem Luftweg kann der Erreger verbreitet werden, zum Beispiel durch Erbrechen. Schon die Aufnahme kleiner Erregermengen führt zu einer Ansteckung. Sorgfältiges Handeln, vor allem häufiges Händewaschen, senkt das Ansteckungsrisiko. Vor Ort beraten die kommunalen Gesundheitsämter betroffene Bürgerinnen und Bürger.
Das Auftreten des Erregers ist für Ärzte und Labore meldepflichtig nach dem Infektionsschutzgesetz.
Ausführliche Informationen und Merkblätter für Gemeinschaftseinrichtungen finden Sie auf den Seiten des Landesuntersuchungsamtes und des Robert Koch-Institutes.

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