Bätzing-Lichtenthäler: Prävention durch Aufklärung und Information ist und bleibt wichtig

„Der Welt-AIDS-Tag trägt dazu bei, die Krankheit und die Situation der von ihr betroffenen Menschen im Bewusstsein der Öffentlichkeit zu halten“, betonte Gesundheitsministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler im Vorfeld des Welt-AIDS-Tages, der jedes Jahr am 1. Dezember begangen wird.

Ziel des Welttages ist es, die Solidarität mit Menschen mit HIV und AIDS zu fördern, Informationsdefizite abzubauen und der Diskriminierung von HIV-infizierten Menschen im Alltag entgegenzuwirken.

In diesem Jahr steht der Welt-AIDS-Tag unter dem Motto „Du hast HIV? Damit komme (nicht) ich klar. Streich die Vorurteile“. Obwohl der medizinische Fortschritt Betroffenen bei rechtzeitiger Therapie und Diagnose ein normales Leben ermöglicht, sehen sich viele HIV-Positive noch immer Diskriminierung im Berufs- und Sozialleben ausgesetzt. Grund dafür sind aus Unwissenheit entstehende Ängste vor einer Infektion durch alltäglichen Kontakt. Die diesjährige Kampagne zum Welt-AIDS-Tag will dem durch Aufklärung entgegentreten.

Nach Schätzungen des Robert-Koch-Instituts (RKI) lebten bis Ende 2018 etwa 87.900 Menschen mit HIV/AIDS in Deutschland, rund 2.300 davon in Rheinland-Pfalz. Im Vergleich zu 2017 nimmt die Zahl der HIV-Neuinfektionen in Deutschland sowie bei Menschen deutscher Herkunft, die sich im Ausland mit HIV infiziert haben, im Jahr 2018 leicht ab. So werden die Neuinfektionen in 2018 auf 2.400 geschätzt, wohingegen sich nach aktualisierter Schätzung im Vorjahr 2017 2.500 Menschen neu infizierten. In Rheinland-Pfalz infizierten sich 2018 laut Schätzungen des RKI rund 75 Menschen mit HIV, 2017 waren es 90 Menschen. „Die rückläufige Zahl bei den HIV-Neuinfektionen ist sehr erfreulich und bestätigt uns in unserer Präventionsarbeit. Diese ist und bleibt auch zukünftig eine wichtige Säule bei der Bekämpfung von HIV und anderen sexuell übertragbaren Erkrankungen“, so Bätzing-Lichtenthäler. Die Empfehlung Kondome zu benutzen habe dabei nach wie vor den größten Stellenwert.

Die Präventionsarbeit ist in Rheinland-Pfalz dank des gut funktionierenden Netzes von Beratungsstellen, Gesundheitsämtern, Schwerpunktambulanzen und Kliniken zur Betreuung und Versorgung der betroffenen Menschen und ihrer Angehörigen erfolgreich. In den vergangenen Jahren hat die Landesregierung zahlreiche Projekte vor allem der rheinland-pfälzischen AIDS-Hilfen zur Verbesserung des Beratungs- und Hilfeangebotes unterstützt.

„Um Neuinfektionen zu vermeiden, ist es besonders wichtig auch junge Menschen zu erreichen. Daher unterstützen wir Schulen, Universitäten und andere Bildungseinrichtungen bei ihrer Aufklärungsarbeit“ hob Bätzing-Lichtenthäler hervor. Jährlich findet an weiterführenden und berufsbildenden Schulen im November die Schulpräventionswoche zu HIV/AIDS und anderen sexuell übertragbaren Infektionen statt. Dies sei ein gutes Beispiel für gelingende Präventionsarbeit, die von der Landeszentrale für Gesundheitsförderung Rheinland-Pfalz organisiert wird. Fachkräfte der Gesundheitsämter und der AIDS-Hilfen informieren Schülerinnen und Schüler darüber, wie sie im Bereich der Sexualität ihre Gesundheit schützen und erhalten können.

Um ein Zeichen gegen die Benachteiligung und Diskriminierung Betroffener zu setzen, finden in vielen Städten des Landes Straßenaktionen statt. Auch Ministerin Bätzing-Lichtenthäler wird dabei sein und am 30. November 2019 ab 11:30 Uhr durch das Verteilen roter Schleifen in der Mainzer Altstadt ihrer Solidarität mit den Betroffenen Ausdruck verleihen.