Bätzing-Lichtenthäler/Wilhelm: Terminregistrierungen für die Corona-Schutzimpfungen weiter nutzen

In Rheinland-Pfalz gab es bisher insgesamt 139.626 Corona-Schutzimpfungen, davon 59.623 in Pflegeinrichtungen (31.379 Bewohnerinnen und Bewohner und 28.244 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter), 16.651 in Krankenhäusern sowie 63.153 Impfungen in den Impfzentren des Landes.

Gesundheitsministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler betonte die hohe Priorität der Zweitimpfungen. „In den Alten- und Pflegeheimen wurden bereits 4.053 Zweit¬impfungen vollzogen, auch in den Krankenhäusern gab es inzwischen bereits 787 Zweitimpfungen.“

„Unser Ziel, bis Ende Januar 100.000 Menschen zu impfen, haben wir trotz aller Lieferengpässe bereits deutlich erreicht und bei den Impfungen in den Pflegeeinrichtungen kommen wir sehr gut voran. Ich bin zuversichtlich, dass wir auch unser Ziel, bis Anfang Februar Impfungen in allen Einrichtungen durchgeführt haben, erreichen werden. Bislang konnten bereits Bewohnerinnen und Bewohner sowie Mitarbeiter in 416 der aktuell 474 stationären Pflegeeinrichtungen im Land geimpft werden“, lautete die Zwischenbilanz von Gesundheitsministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler.

Die Ministerin wies erneut darauf hin, dass es nach wie vor seitens des Bundes keine Angaben zu Liefermengen und -daten für Lieferungen des Impfstoffes Biontech nach dem 15. Februar gibt. „Damit fehlt uns als Land weiterhin die Sicherheit für die Planung der weiteren Impfungen. Gemeinsam auch mit anderen Bundesländern habe ich mich im Rahmen der Gesundheitsministerkonferenz erneut dafür eingesetzt, dass es schnell Planungssicherheit zu den Impfstofflieferungen geben muss“, so Bätzing-Lichtenthäler.

Bei der Priorisierung innerhalb der COVID-19- Impfempfehlung der STIKO können nicht alle Krankheitsbilder oder Impfindikationen berücksichtigt werden. Deshalb sind Einzelfallentscheidungen möglich. Gesundheitsministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler informierte darüber, dass Rheinland-Pfalz gemeinsam mit Ernst Merz, dem früheren langjährigen Präsidenten des Landessozialgerichtes Rheinland-Pfalz, ein entsprechendes Verwaltungsverfahren entwickelt hat, um Personen, die nicht explizit in der Empfehlung der STIKO genannt sind, in die jeweilige Priorisierungskategorie einzuordnen. „Dies betrifft beispielsweise Personen mit seltenen, schweren Vorerkrankungen, für die bisher zwar keine ausreichende wissenschaftliche Evidenz bzgl. des Verlaufes einer COVID-19-Erkrankung vorliegt, für die aber ein erhöhtes Risiko angenommen werden kann“, erläuterte die Ministerin. Ein entsprechendes Antragsformular werde voraussichtlich bis Ende der Woche auf der Internetseite des Ministeriums zur Verfügung gestellt.

Staatssekretär und Impfkoordinator Dr. Alexander Wilhelm rief dazu auf, die Möglichkeit zur Registrierung für einen Impftermin zu nutzen: „Weiterhin können sich alle Personen der Gruppe der höchsten Priorität für die Corona-Schutzimpfung in einem Impfzentrum registrieren.“ Insbesondere in den Randzeiten und am Wochenende sei das Callcenter für die Registrierung aktuell gut erreichbar. „Alle abgeschlossenen Registrierungen im Terminpool erhalten automatisch einen Termin für die Impfung im Impfzentrum, sobald Impfstoffe zur Verfügung stehen und weiter Termine vergeben werden können“, so Dr. Wilhelm.

Hinsichtlich der voraussichtlichen Zulassung des Impfstoffes von Astrazeneca erklärte der Impfkoordinator: „Die Zulassung durch die europäische Arzneimittel Agentur EMA wird voraussichtlich Ende dieser Woche erfolgen. Solange diese nicht erfolgt ist, können wir nicht sagen, wie dieser Impfstoff innerhalb der Impfstrategie des Landes eingesetzt werden kann.“


Die Terminvergabe ist im Internet unter www.impftermin.rlp.de, sowie telefonisch unter der 0800 / 57 58 100 (montags bis freitags von 7 Uhr bis 23 Uhr, an den Wochenenden zwischen 10 Uhr und 18 Uhr) erreichbar.