Expertise zur Zusammenlegung der DRK-Klinikstandorte Altenkirchen und Hachenburg – Ziel gemeinsame Verständigung

Die stationäre Krankenversorgung im Westerwald steht vor einer Neuausrichtung. Die beabsichtigte Zusammenlegung der beiden Standorte des DRK-Krankenhauses Altenkirchen-Hachenburg kann aus Sicht des Landes zu einer Optimierung betrieblicher Abläufe beitragen, Synergieeffekte bewirken, indem Doppelvorhaltungen abgebaut werden, und damit letztlich die Zukunft des Krankenhauses nachhaltig sichern.

„Ich gehe davon aus, dass ein attraktives neues Krankenhaus auch die Gewinnung qualifizierten Fachpersonals erleichtern kann“, so die Ministerin.

Eine Landesförderung kann es nur für ein Krankenhaus an einem gut erreichbaren und zukunftsfähigen Standort geben. Besonders wichtig für die Zukunftsfähigkeit ist, dass der Standort vor Ort akzeptiert und angenommen wird. Die Reaktionen auf das vom Krankenhausträger in Auftrag gegebene Gutachten zur Standortfrage haben gezeigt, dass der favorisierte Standort in Hachenburg in großen Teilen der Bevölkerung vor Ort keine Akzeptanz findet.

Deshalb hat das Gesundheitsministerium eine Expertise in Auftrag gegeben, um die Gewichtung der aufgeführten Kriterien des Erstgutachtens und die daraus getroffenen Schlussfolgerungen noch einmal objektiv überprüfen zu lassen. Festzuhalten ist, dass nur marginale Unterschiede in der Gewichtung die Waagschale in die ein oder andere Richtung kippen lassen. Die Expertise, die die Firma BDO AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft aus Frankfurt am Main angefertigt hat, kommt zu dem Ergebnis, dass der „Standort 12 (Bahnhof Hattert) der zu präferierende“ Standort ist. Das Gutachten wurde dem Krankenhausträger, den Landräten, den Bürgermeistern von Städten und Verbandsgemeinden sowie den Landtagsabgeordneten der Region zur Verfügung gestellt.

Eine tragfähige Entscheidung – die sowohl bei den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern als auch in der Bevölkerung akzeptiert ist – kann nur getroffen werden, wenn größtmöglicher Konsens erreicht wird. Aus diesem Grunde lädt Gesundheitsministerin Bätzing-Lichtenthäler alle Beteiligten für den 9. Dezember zu einem Gespräch ein. „Mein Ziel ist die gemeinsame Verständigung auf einen guten, zukunftsfähigen Standort für den Westerwald“, so Bätzing-Lichtenthäler.