Gespräche über Fortsetzung Geburtenregister Mainzer Modell

Vor dem Hintergrund der aktuellen Berichterstattung zum Geburtenregister Mainzer Modell sowie der aktuellen Diskussion über Fehlbildungen bei Säuglingen betonte Gesundheitsministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler heute in Mainz die große Bedeutung einer Datengrundlage.

„Für eine valide Einschätzung der Situation brauchen wir Informationen. Deshalb erfolgt zurzeit eine Abfrage bei allen Geburtskliniken in Rheinland-Pfalz. Das Geburtenregister Mainzer Modell zeigt für die beiden Mainzer Geburtskliniken beispielhaft wie ein langfristiges Monitoring aussehen kann, das entsprechende Informationen liefert. Das Gesundheitsministerium förderte und fördert das Geburtenregister Mainzer Modell jährlich mit 50.000 Euro.“ Der Zweck des Geburtenregisters Mainzer Modell liegt dabei in der retrospektiven wissenschaftlichen Analyse der Daten und nicht in der prospektiven Erkennung von gehäuften Fehlbildungen im Sinne eines Frühwarnsystems.

Univ.-Prof. Dr. med. Fred Zepp, Direktor des Zentrums für Kinder- und Jugendmedizin der Universitätsmedizin Mainz, würdigt die langjährige Förderung durch das Gesundheitsministerium und ergänzt: „Das Gesundheitsministerium war und ist seit 1990 ein verlässlicher und wichtiger Partner für das Geburtenregister Mainzer Modell. Ich danke dem Ministerium für die langjährige Unterstützung und Förderung. Vor dem Hintergrund, dass es sich um ein wissenschaftliches Modellprojekt handelt, sind beide Seiten übereingekommen, für den verbleibenden Förderzeitraum eine umfassende Evaluation des Projektes durch die Kinder- und Jugendklinik der Universitätsmedizin Mainz durchzuführen, um den Mehrwert einer Verstetigung zu prüfen. Aktuell arbeiten wir intensiv an der Aufbereitung und Auswertung des Projektes“ erläutert Univ.-Prof. Dr. Fred Zepp.

Der Evaluationsbericht des Geburtenregisters Mainzer Modell wird voraussichtlich Ende des Jahres vorliegen. Auf Grundlage dieses Berichtes werden Gespräche des Gesundheitsministeriums mit den Projektverantwortlichen bzw. dem Projektträger geführt, um die Projektergebnisse zu bewerten. Bei den Gesprächen wird die Frage im Vordergrund stehen, in welcher Form das Mainzer Modell weiterentwickelt und ausgeweitet werden kann. „Mir ist wichtig, den jahrelangen vertrauensvollen Dialog zwischen Gesundheitsministerium und Geburtenregister Mainzer Modell weiterzuführen und gemeinsam zukünftige Möglichkeiten auszuloten“ so die Gesundheitsministerin weiter.