Information der Landesregierung zum aktuellen Stand hinsichtlich des Coronavirus: Atem-Schutzmasken für medizinisches Personal und Vorbereitung von Fieberambulanzen

Bestandteil des Pandemieplans ist für alle öffentlichen und privatwirtschaftlichen Einrichtungen die Bevorratung entsprechender Schutzausrüstung. Besonders wichtig ist dieses Vorgehen beim medizinischen Personal, da dieses häufiger als andere mit Erkrankten in Kontakt kommt und damit nicht nur ein Risiko hat, selbst zu erkranken, sondern auch andere anzustecken.

Aufgrund der derzeit eingeschränkten Verfügbarkeit von Schutzausrüstung, insbesondere von Atem-Schutzmasken, stellt Rheinland-Pfalz als eine erste Maßnahme 40.000 Atem-Schutzmasken für das medizinische Personal in Arztpraxen zur Verfügung. Die Landesregierung weist darauf hin, dass die nun zur Verfügung stehenden Masken sparsam benutzt werden müssen, entsprechend den Empfehlungen des Robert-Koch-Institutes vom 21. Februar 2020.

In einem Gespräch der Landesregierung mit der Kassenärztlichen Vereinigung Rheinland-Pfalz wurde an diesem Wochenende vereinbart, dass diese gemäß dem Pandemieplan für Rheinland-Pfalz dafür Sorge trägt, dass Patientinnen und Patienten mit Fieber oder respiratorischen Symptomen falls möglich nicht mehr zwingend in den Praxen der niedergelassenen Hausärztinnen und Hausärzte vorstellig werden müssen. Alternativ sollen Patientinnen und Patienten durch Hausbesuche aufgesucht werden oder in Fieberambulanzen außerhalb des regulären Praxisbetriebes untersucht werden können.

„Wichtigste Schutzmaßnahmen gegen eine Infektion mit dem Coronavirus für die Bevölkerung sind häufiges Händewaschen sowie Niesen und Husten in die Armbeuge und das Abstandhalten zu Kranken – dafür kann jeder selbst Sorge tragen“, betonte Gesundheitsministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler.

In Kaiserlautern gibt es keine weiteren Neuinfektionen aus dem Kreis der Kontaktpersonen der beiden Männer, bei denen eine Infektion mit Coronavirus SARS-CoV-2 festgestellt wurde und die im Westpfalz-Klinikum Kaiserslautern versorgt werden. Zusätzlich zu den Kontaktpersonen des ersten Infizierten hat das zuständige Gesundheitsamt Kaiserslautern vier Kontaktpersonen des zweiten Erkrankten ermittelt und diese untersucht. Die Ergebnisse stehen noch aus. Beiden Erkrankten geht es weiterhin gut.

Von anderen Gesundheitsämtern im Land gibt es aktuell keine Meldung über einen neuen Krankheitsfall des Coronavirus SARS-CoV-2.