Rheinland-Pfalz krempelt gemeinsam die Ärmel hoch – Alle Akteure arbeiten Hand in Hand für erfolgreiche Corona-Impfung

Seit Dienstag läuft die Vergabe der Impftermine in Rheinland-Pfalz. Am kommenden Donnerstag starten die Impfungen in den 31 Impfzentren, parallel zu den am 27. Dezember 2020 begonnenen Impfungen in stationären Pflegeeinrichtungen und den Impfungen von medizinischem Personal in Krankenhäusern.

Damit das Ziel, eine höchstmögliche Durchimpfung der rheinland-pfälzischen Bevölkerung zu erreichen, so schnell wie möglich in die Tat umgesetzt wird, arbeiten schon seit Wochen zahlreiche Institutionen eng zusammen. 

Bereits Ende November 2020 wurde die Steuerungsgruppe „Landeskoordinationsstelle Impfen“ ins Leben gerufen, in der alle am Impfprozess beteiligten Akteurinnen und Akteure vertreten sind. Unter der Leitung des Staatssekretärs im Ministerium für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Demografie (MSAGD) und Landesimpfkoordinator Dr. Alexander Wilhelm tauschen sich die Mitglieder regelmäßig aus: „Alle Beteiligten arbeiten Hand in Hand für ein Projekt, das es in dieser Größenordnung so noch nicht gegeben hat. Das gute Miteinander verschiedenster Akteurinnen und Akteure in den vergangenen Wochen und Monaten zeigt, was durch gemeinsame Kraftanstrengungen möglich ist“, so Wilhelm. „Die verschiedensten Kompetenzen aller Beteiligten haben für einen erfolgreichen Impfstart in Rheinland-Pfalz gesorgt. In kürzester Zeit wurden neue Strukturen aufgebaut und Lösungen gefunden.“ 

Täglicher Austausch aller Beteiligten
Über Videokonferenzen steht die Steuerungsgruppe täglich in Kontakt. Jeder leistet seinen Beitrag im Kampf gegen Corona und zum Gelingen des Projekts. So bringen etwa die Landesärztekammer, die Kassenärztliche Vereinigung Rheinland-Pfalz, die Krankenhausgesellschaft und der Hausärzteverband ihre medizinische und fachliche Expertise ein und stellen mit ihren Mitgliedern sowie deren medizinischem Fachpersonal die Personen, die die Impfungen durchführen. Die Mitglieder der Landesapothekerkammer bereiten den Impfstoff vor Ort auf. Das Deutsche Rote Kreuz unterstützt unter anderem mit seinem logistischen Know-how und ist mit seiner Koordinierungsstelle dafür verantwortlich, dass der Impfstoff in der richtigen Menge am entsprechenden Tag in die Einrichtungen kommt. Die Kommunen stellen die Gebäude für die Impfzentren, organisieren den gesamten Betrieb in den Impfzentren und stellen den Impfkoordinator sowie weiteres Personal. Und auch die Landespflegekammer und die Pflegegesellschaft sowie das Technische Hilfswerk und der Bundeswehr Sanitätsdienst stellen ihr Know-how und ihre Manpower zur Verfügung.

Beim MSAGD laufen die Fäden zusammen. Hier sind auch die Datenbank zur Registrierung für die Mitarbeit in den Impfzentren und mobilen Impfteams angesiedelt. Beim Aufbau und Betrieb der technischen Infrastruktur für die Terminvergabe und Impfdokumentation unterstützt die Impfdokumentation Rheinland-Pfalz.

Viele Beteiligte – ein Ziel
„Die Corona-Pandemie stellt die bisher größte Herausforderung im Gesundheitssektor in der Bundesrepublik dar. Daher ist es allen Beteiligten wichtig zu betonen, dass es nicht an der Zeit ist, mit dem Finger auf andere zu zeigen, wenn etwas nicht gleich zu Anfang hundertprozentig glatt läuft“, betonte der Staatssekretär. Man müsse konstruktiv zusammenarbeiten und an einem Strang ziehen, um das Bestmögliche im Kampf gegen die Pandemie zu erreichen – und genau das tue man in großer Gemeinsamkeit.
Wilhelm machte deutlich, es sei völlig normal, dass es hier und da ruckelt. „Für uns alle ist die aktuelle Situation neu. Natürlich müssen wir beim einen oder anderen Punkt nachjustieren. Wir sind viele unterschiedliche Akteurinnen und Akteure, verfolgen aber alle das gleiche Ziel.“ Es ist eine kollegiale, solidarische Gemeinschaft entstanden, die sich ihrer Verantwortung bewusst ist. Die Rheinland-Pfälzerinnen und Rheinland-Pfälzer können sich sicher sein, dass alle ihr Bestes geben. 

Zitate der beteiligten Akteure: 
Der geschäftsführenden Direktoren des Stadt- und Landkreistages Rheinland-Pfalz, Fabian Kirsch und Burkhard Müller, sagten: „Die kreisfreien Städte und Landkreise stellen sicher, dass die verfügbaren Impfdosen in den Impfzentren vollständig und zeitnah verabreicht werden und leisten damit einen weiteren Beitrag zur Bewältigung der Pandemie.“

„Wir als Landesapothekerkammer machen bei dieser riesigen Herausforderung, für die es keine Blaupause gibt, mit voller Kraft mit: Innerhalb einer Woche haben sich über 1.000 Apothekerinnen, Apotheker und PTA freiwillig gemeldet, um den Impfstoff bei den Menschen vor Ort aufzubereiten und ihr Bestes zu geben", so Peter Stahl, Präsident der Landesapothekerkammer.

Die Vizepräsidentin der Landespflegekammer Rheinland-Pfalz, Andrea Bergsträßer, sagte: „Als Landespflegekammer ist es uns gemeinsam mit den anderen Partnern gelungen in kürzester Zeit eine überregionale Infrastruktur für die Corona-Impfung aufzubauen. Nur so kann es gelingen, die Bevölkerung effektiv zu schützen und die Pandemie einzudämmen.“

 

Vertreter der Steuerungsgruppe
Ministerium für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Demografie Rheinland-Pfalz
Landkreistag Rheinland-Pfalz
Städtetag Rheinland-Pfalz
Hausärzteverband Rheinland-Pfalz e.V. 
Landesärztekammer Rheinland-Pfalz
Kassenärztliche Vereinigung Rheinland-Pfalz
Krankenhausgesellschaft Rheinland-Pfalz e.V.
Landesapothekerkammer Rheinland-Pfalz
Landespflegekammer Rheinland-Pfalz
PflegeGesellschaft Rheinland-Pfalz
Impfdokumentation Rheinland-Pfalz
Entwicklungsagentur Rheinland-Pfalz e.V.