Bätzing-Lichtenthäler: Vernetzte Gesundheitsregion Rhein-Neckar ein Plus für die medizinische und pflegerische Versorgung

Der zweitägige Digital Gipfel 2017 der Bundesregierung mit dem Titel „vernetzt besser leben“ findet in diesem Jahr bundesländerübergreifend in der Metropolregion Rhein-Neckar statt. Gastgeber des Gipfels mit Hauptstandort in Ludwigshafen sind die Bundesländer Rheinland-Pfalz, Baden-Württemberg und Hessen. Eines der Schwerpunktthemen auf dem diesjährigen Digital-Gipfel, an dem auch Gesundheitsministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler teilnimmt, ist die Digitalisierung im Gesundheitswesen.

Die rheinland-pfälzische Gesundheitsministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler diskutierte auf der „Digital Health Conference – Gesundheit in der Gigabit-Gesellschaft“ heute in Mannheim gemeinsam mit der baden-württembergischen Wissenschaftsministerin Theresia Bauer über die Entwicklungen der Digitalisierung im Gesundheitswesen in den Ländern und die Chancen einer länderübergreifenden Zusammenarbeit. „Insbesondere aus Sicht der Digitalisierung im Gesundheitswesen ist das Vorhaben der Entwicklung der Metropolregion Rhein-Neckar zu einer intelligent vernetzten Gesundheitsregion sehr zu begrüßen“, unterstrich Ministerin Bätzing-Lichtenthäler. Grundsätzlich biete die Digitalisierung zahlreiche Möglichkeiten für eine bessere sektorenübergreifende Zusammenarbeit und Versorgung zwischen den Ländern. Hierfür könne die künftige Telematikinfrastruktur die technische Grundlage bilden.

„Schnittstellen in den Ländern finden sich vor allem auch bei der Sicherung der medizinischen und pflegerischen Versorgung im ländlichen Raum“, sagte die Ministerin. Oberstes Ziel müsse es sein, jeder Bürgerin und jedem Bürger eine gute und sich weiter verbessernde medizinische und pflegerische Versorgung anzubieten. „Dafür brauchen wir angepasste medizinische und pflegerische Dienstleistungsangebote, die wir mit der Entwicklung neuer Versorgungsmodelle vorantreiben wollen.

Hier setzen wir mit unseren Projekten zur Telematik im Gesundheitswesen an“, so Bätzing-Lichtenthäler weiter. Mit Hilfe der Informations- und Kommunikationstechnik gelte es Vorhaben für eine gute Versorgung der Menschen nachhaltig umzusetzen, so dass sie letztendlich in die Regelversorgung übergehen.
Die Ministerin betonte, dass sich die rheinland-pfälzische Landesregierung seit Jahren intensiv an Projekten der Telematik im Gesundheitswesen beteiligt. „Wichtig ist vor allem die Akzeptanz solcher Lösungen bei allen Beteiligten“, so Bätzing-Lichtenthäler und nannte erfolgreiche Beispiele aus Rheinland-Pfalz, die die gesamte Bandbreite der neuen technischen Möglichkeiten nutzen:

Das Projekt „EHeRversorgt“ hilft mittels Telemonitoring vielen Herzinsuffizienz-Betroffenen und Patientinnen und Patienten mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Ein weiteres Projekt ist das Rheuma-Netzwerk „ADAPTHERA“, das die Basis für das rheinland-pfälzische, Innovationsfonds-geförderte Projekt „Rheuma VOR“ bildet. In diesem Projekt werden Strukturen und Behandlungsangebote für Rheumapatientinnen und -patienten zur Früherkennung und -behandlung entzündlich-rheumatischer Erkrankungen in Rheinland-Pfalz, Niedersachsen und dem Saarland aufgebaut und mit Videomonitoring ergänzt. Und beim „Digitalen Krisenanker“ können Menschen in psychischen Krisensituationen per Tablet Kontakt zu einer Fachkraft aufnehmen und direkt Hilfe bekommen. Nicht zuletzt fördert und erprobt das Land im Rahmen der Initiative Gesundheitswirtschaft das innovative Projekt „Rheinland-Pfalz atmet durch! Telemedizin für eine gesunde Lunge“. 120 lungenkranke Patientinnen und Patienten werden mit der „Asthma Plus-App“ sowie einem tragbaren Lungenmessgerät ausgestattet und durch eine lungenfachärztliche Schwerpunktpraxis in Koblenz betreut. Mit diesem Projekt soll es möglich werden, dass gut eingestellte Patientinnen und Patienten nicht zu jedem Termin in die Praxis müssen. Das unmittelbare Arzt-Patienten-Verhältnis bleibt hierbei erhalten.