Bätzing-Lichtenthäler: Wir verurteilen alle Formen von Gewalt am Arbeitsplatz!

Auf Initiative von Rheinland-Pfalz hat die Arbeits- und Sozialministerkonferenz (ASMK) gestern auf ihrer Herbstsitzung ein Bekenntnis gegen Gewalt am Arbeits-platz abgegeben. „Gewalt am Arbeitsplatz geht gar nicht! Keine Beschimpfung, keine Drohung und erst recht keine körperliche Gewalt! Wir müssen dieses Problem auf allen gesellschaftlichen Ebenen aufgreifen und dem mit Nachdruck entgegenwirken“, betonte die rheinland-pfälzische Arbeits- und Sozialministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler.

Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer aus vielen Bereichen, besonders den so genannten helfenden und sozialen Berufen, sind in ihrem Arbeitsalltag immer wieder von gewalttätigen Übergriffen betroffen. „Wir sehen hier ein zunehmendes Problem und werden das Thema in den politischen Fokus rücken“, so Bätzing-Lichtenthäler. „Gewalt am Arbeitsplatz zu verhindern, ist für mich auch ein Thema des Arbeitsschutzes.“ Deshalb werde sie den Schutz vor Übergriffen und Gewalt am Arbeitsplatz öffentlichkeitswirksam aufgreifen, sagte die Ministerin. „Wir brauchen eine breite und fachübergreifende öffentliche Diskussion. In Rheinland-Pfalz werde ich das Thema auf verschiedenen Ebenen ansprechen, beispielsweise in unseren Kabinettsrun-den, in den Gesprächen mit den Gewerkschaften, den Betriebs- und Personalräten und der Arbeitgeberseite, im Landtag oder in unseren Arbeitsschutzgremien.“


Zugleich stärke Rheinland-Pfalz die Beschäftigten des Landes durch Aus- und Fortbildung, Deeskalations- und Konflikttraining – aber auch durch finanzielle Unterstützung, beispielsweise durch Übernahme von nicht realisierbaren Schmerzensgeldforderungen von Beamten, die Schäden durch Gewalt am Arbeitsplatz erlitten haben.


„Der Beschluss der ASMK betont, dass alle Arbeitgeber in der Verantwortung stehen, sich im Rahmen ihrer Verpflichtung für den Arbeitsschutz aktiv für den Schutz ihrer Beschäftigten vor Gewalt einzusetzen. Der Appell richtet sich zugleich an den Bund, noch aktiver gegen Gewalt im Arbeitsleben oder im Ehrenamt vorzugehen sowie bestehende Kampagnen und Maßnahmen stärker zu fördern“, sagte Ministerin Bätzing-Lichtenthäler.