Bätzing-Lichtenthäler: Wir wollen die Zukunft der Arbeit mitgestalten

Die Landesregierung hat heute in Mainz den Startschuss zur Erarbeitung eines Masterplans „Zukunft der Arbeit in Rheinland-Pfalz“ gegeben. „Zwar war unsere Arbeitswelt schon immer einem ständigen Wandel unterworfen, neu aber ist die große Dynamik der Veränderungen. Wie bei derzeit wohl nur wenigen anderen Themen kommt es hier darauf an, dass wir diesen Wandel gestalten“, erklärte Arbeitsministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler anlässlich der Auftaktveranstaltung.

Die ungeheure Komplexität des Themas sei dabei eine große Herausforderung. Es sei deshalb die Aufgabe der Politik, den Wandel für die Bürgerinnen und Bürger transparent zu machen. Für die Ministerin ist dabei ein offener Austausch unverzichtbar: „Wir sollten weder mit Negativszenarien unbegründete Ängste schüren, noch versuchen, berechtigte Befürchtungen kleinzureden.“

Der Masterplan wird unter Federführung des Arbeitsministeriums zusammen mit den Partnerinnen und Partnern des Ovalen Tisches (OT) der Ministerpräsidentin sowie Expertinnen und Experten entwickelt. Zu den wichtigsten Aspekten gehören aus Sicht der Arbeitsministerin etwa die Flexibilisierung von Arbeitszeit und -ort. „Durch neue Techniken wird Arbeit prinzipiell zu jeder Zeit und von jedem Ort möglich. Dies bietet zweifelsohne Chancen. Doch auch die Digitalisierung ändert nichts an bestimmten grundlegenden menschlichen Bedürfnissen, nämlich irgendwann abschalten zu dürfen und die Möglichkeit zu haben, sich von der Arbeit zu erholen“, betonte die Ministerin. Als weiteres Beispiel nannte sie die Auswirkungen, die die Digitalisierung für die Mitbestimmung oder den Beschäftigtendatenschutz habe. „Nicht alles, was technisch möglich ist, sollte auch gemacht werden.“

Die Entwicklung des Masterplans erfolgt in zwei Schritten. Zu Beginn steht ein wissenschaftlich begleiteter, landesweiter Diskurs, an dem alle Partner des OT beteiligt sind. Bürgerinnen und Bürger, aber auch Verbände und Betriebe können sich im Rahmen von themenspezifischen Konferenzen beteiligen. „Schon im Vorfeld werden alle Teilnehmer über verschiedene Kanäle wie Facebook oder eine eigene App die Möglichkeit haben, ihre Fragen und Perspektiven in die Diskussion einzubringen“, so die Ministerin.

Ab voraussichtlich dem Herbst werden dann die erarbeiteten konkreten Fragestellungen im Rahmen des eigentlichen Masterplans aufgegriffen. Die Landesregierung wird dabei basierend auf dem vorherigen Dialog und ebenfalls in Zusammenarbeit mit den OT-Partnern ein Strategiepapier erarbeiten, das konkrete, aufeinander abgestimmte Zielsetzungen enthält, um den Wandel der Arbeitswelt in Rheinland-Pfalz aktiv zu gestalten.