Digital-Botschafterinnen und -Botschafter nehmen ältere Personen mit ins digitale Zeitalter

„Nach wie vor gibt es einen hohen Anteil älterer Menschen, die Berührungsängste gegenüber digitalen Medien haben. Der Nutzeranteil der über 70-Jährigen liegt bundesweit immer noch unter 40 Prozent. Mit unserem neuen Projekt ‚Digital-Botschafterinnen und -Botschafter für Rheinland-Pfalz‘ wollen wir genau diese Zielgruppe ansprechen und erreichen, dass in den nächsten Jahren viel mehr ältere Menschen digitale Medien nutzen“, so Demografieministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler bei der Auftaktveranstaltung zum Projekt in Rodalben.

Das Sozialministerium sucht gemeinsam mit der Landeszentrale für Medien und Kommunikation (LMK) und der Stiftung MedienKompetenz Forum Südwest (MKFS) interessierte Frauen und Männer, die Lust und Interesse daran haben, älteren Menschen, die noch wenig oder keine Berührung mit digitalen Medien hatten, die Vorteile von Tablet, Smartphone und Co. näherzubringen. Dies gelingt zum Beispiel durch Smartphone- und Tablet-Treffs, Digitale Stammtische oder das Anknüpfen an bereits vorhandene Angebote in der Umgebung. 

„Die Digitalisierung schreitet in Riesenschritten voran. In ein paar Jahren gehören bargeldloses Bezahlen, autonomes Fahren und telemedizinische Angebote zum Alltag. Damit verbunden sind für die Nutzerinnen und Nutzer viele Ängste, aber auch viele Erleichterungen und Chancen. Aus diesem Grund haben wir die Digital-Botschafterinnen und -Botschafter ins Leben gerufen: Uns geht es darum, allen Bürgerinnen und Bürgern eine digitale Teilhabe zu ermöglichen“, erklärte die Ministerin.

„Wir als Landeszentrale für Medien und Kommunikation möchten, dass alle Menschen in unserer digitalen Gesellschaft mitwirken können. Damit dies gelingt, müssen wir Berührungsängste nehmen und dafür sorgen, dass sich jeder sicher und kompetent im digitalen Zeitalter bewegen kann. Die Digital-Botschafterinnen und -Botschafter leisten hierzu einen wesentlichen Beitrag und wir sind sehr froh, sie dabei unterstützen zu können“, ergänzte Dr. Marc Jan Eumann, Direktor der Landeszentrale für Medien und Kommunikation.

„Ich würde mich sehr freuen, wenn es viele Interessierte aus allen Regionen in Rheinland-Pfalz gibt, die sich zu ehrenamtlichen Digital-Botschafterinnen und -Botschaftern ausbilden lassen. Machen Sie in Ihrem Bekannten- und Freundeskreis Werbung für dieses tolle Projekt! Ich bin mir sicher, dass es viele Interessierte gibt, die Spaß an diesem zukunftsweisenden und attraktiven Ehrenamt haben“, betonte Bätzing-Lichtenthäler.

Das Projekt „Digital-Botschafterinnen und -Botschafter für Rheinland-Pfalz“ ist Teil der rheinland-pfälzischen Digitalstrategie. Bis 2021 sollen mindestens 70 bis 100 Ehrenamtliche ausgebildet werden, die Seniorinnen und Senioren bei der Teilhabe an der digitalen Welt unterstützen. Dies tun sie beispielsweise in Pflegeinrichtungen, Vereinen oder Seniorencafés. Die Ehrenamtlichen arbeiten regional und insbesondere im ländlichen Raum. Sie sind an die sieben MedienKompetenzNetzwerke (mkn) angedockt und erhalten dort auch nach ihrer Ausbildung Unterstützung. Die Ausbildung der ersten Digital-Botschafterinnen und -Botschafter startet Ende November in Rodalben. Weitere Informationsveranstaltungen in Mainz, Trier, Koblenz und Speyer folgen.

Weitere Informationen finden Sie online unter www.digibo.rlp.de.