Dreyer/Bätzing-Lichtenthäler: Feierlicher Auftakt zum Modellprojekt Gemeindeschwesterplus

Ministerpräsidentin Malu Dreyer und Sozialministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler haben heute die Urkunden zur Teilnahme an dem Modellprojekt Gemeindeschwesterplus überreicht. Aus insgesamt 22 Bewerbungen waren für das Projekt sechs Landkreise und drei kreisfreie Städte ausgewählt worden und erhalten vom Land für dreieinhalb Jahre eine Förderung von 100 Prozent der Kosten.

„Wir bekommen immer wieder die Rückmeldung, wie sehr dieses Projekt begrüßt wird. Denn die Gemeindeschwesterplus knüpft an die Erfahrungen der älteren Menschen an, die bei sich vor Ort jemanden brauchen, der sich, wie damals die ‚Gemeindeschwester‘ um sie kümmert“, so Ministerpräsidentin Malu Dreyer und Sozialministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler. „Mit diesem Angebot sind wir vielen Ländern ein Stück weit voraus und darauf bin ich stolz“, unterstrich Ministerpräsidentin Malu Dreyer und dankte allen Partnerinnen und Partnern, die wesentlich zur Realisierung dieses besonderen Angebotes beitragen.

„Ich freue mich sehr, dass wir nun in Rheinland-Pfalz mit dem Projekt der Gemeindeschwesterplus ein kommunales Angebot fördern können, das direkt bei den Menschen ankommen wird“, betonte Sozialministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler. „Es kann auf der flächendeckenden und hervorragenden Beratungs- und Versorgungsstruktur in Rheinland-Pfalz aufbauen.“

Für die ausgewählten kommunalen Gebietskörperschaften bedankte sich Landrätin Theresia Riedmaier aus dem Landkreis Südliche Weinstraße. „Wir freuen uns als ausgewählte Landkreise und kreisfreien Städte, dass wir an diesem innovativen Prozess teilhaben und ihn maßgeblich mitgestalten können.“

Das Projekt wird wissenschaftlich begleitet durch Professor Dr. Frank Weidner, Direktor des Deutschen Instituts für angewandte Pflegeforschung e.V. (dip) in Vallendar und Köln. Er führte aus: „Rheinland-Pfalz fördert hier ein Projekt, das für alle Bundesländer einmalig ist, denn es setzt auf die Kompetenzen der Pflege in der präventiven und gesundheitsförderlichen Arbeit mit hochbetagten Menschen und kann nun neue Ansätze in der Beratung, Unterstützung und Vernetzung in den Kommunen erproben.“

Ministerpräsidentin Malu Dreyer und Sozialministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler richteten ihren Dank an alle kommunalen Partnerinnen und Partner, die an diesem Projekt unmittelbar und verantwortlich beteiligt sind, aber auch an die Mitglieder der Steuerungsgruppe.

„Nun kann der Bewerbungsprozess für die Pflegefachkräfte beginnen und wir sind gespannt auf die Rückmeldungen der Landkreise und kreisfreien Städte, wo die erste Gemeindeschwesterplus ihre Arbeit aufnehmen wird“, so Ministerpräsidentin Malu Dreyer und Ministerin Bätzing-Lichtenthäler.

Fotos der Veranstaltung können Sie ab 17 Uhr unter
http://media.rlp.de/mediathek/bildergalerie/ herunterladen.

Hintergrund
Für das Projekt Gemeindeschwesterplus waren im Juni folgende Landkreise und kreisfreie Städte ausgewählt worden.

In der Vorderpfalz der Landkreis Südliche Weinstraße in Kooperation mit der Stadt Landau,

für die Westpfalz der Landkreis Kaiserslautern in Kooperation mit der Stadt
Kaiserslautern
,

für die Region Mittelrhein die Stadt Koblenz,

für die Region Westerwald der Landkreis Neuwied,

für die Region Hunsrück der Landkreis Birkenfeld,

für die Region Eifel der Landkreis Bitburg-Prüm

und für die Region Rheinhessen der Landkreis Alzey-Worms.

Mit der Förderung des Landes können die ausgewählten Landkreis und kreisfreien Städte nun für insgesamt 13 Pflegestützpunkte die Stellenausschreibungen für in der Regel jeweils eine Pflegefachkraft als Gemeindeschwesterplus auf den Weg bringen.

Die Gemeindeschwesterplus kümmert sich um hochbetagte Menschen, die nicht pflegebedürftig sind, und besucht und berät sie auf Wunsch in ihrem häuslichen Umfeld. Dieses präventive und gesundheitsfördernde neue Angebot soll dazu beitragen, dass die Selbständigkeit älterer Menschen möglichst lange erhalten bleibt. Durch einen geplanten präventiven Hausbesuch erkennt die Gemeindeschwesterplus frühzeitig Bedarfe, aber auch Risiken und kann entsprechend gegensteuern. Eine weitere Aufgabe der Gemeindeschwesterplus  ist, aktive Nachbarschaften zu fördern, wie dies teils auch Kirchen- und Ortsgemeinden tun. Gemeinsam mit den anderen Fachkräften im Pflegestützpunkt, den Gemeinden und lokalen Akteuren in der Pflege entwickelt sie die Voraussetzungen für eine sozialräumliche Begleitung und Pflege.

Weitere Informationen zum Projekt Gemeindeschwesterplus gibt es auf der Projekthomepage unter www.gemeindeschwesterplus.rlp.de