Elf Gemeindeschwesternplus nehmen Arbeit auf

„Wir freuen uns sehr, dass heute elf weitere Gemeindeschwesternplus ihre Arbeit aufnehmen“, betonten Ministerpräsidentin Malu Dreyer und Sozialministerin Bätzing-Lichtenthäler.

Zum 1. Oktober haben diese Gemeindeschwesternplus in den in Landkreisen Birkenfeld, Alzey-Worms, Kaiserslautern, Bitburg-Prüm sowie in der Stadt Landau und im Kreis Neuwied begonnen. Die erste Gemeindeschwesterplus war bereits im September in Neuwied gestartet.
„Die Gemeindeschwesterplus knüpft an die Erfahrungen der älteren Menschen an, die mir bei unterschiedlichsten Gelegenheiten sagen, dass sie in ihrem Ort, in ihrer Gemeinde jemanden brauchen, der sich, wie damals die ‚Gemeindeschwester‘ um die älteren Menschen kümmert“, so die Ministerpräsidentin.

Wir schaffen in Rheinland-Pfalz mit der Gemeindeschwesterplus für hochbetagte Menschen, die nicht pflegebedürftig sind, ein wichtiges Angebot, das direkt bei den Menschen ankommen wird“, betonte Sozialministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler. „Ich bin stolz darauf, dass wir mit diesem Angebot vielen Ländern ein Stück weit voraus sind.“

Bei der 91. Arbeits- und Sozialministerkonferenz unter rheinland-pfälzischem Vorsitz wurde im November 2014 ein Antrag verabschiedet, in dem ‚Kümmerer‘ in der Pflege gefordert werden. Rheinland-Pfalz ist das erste Bundesland, das mit seinem Projekt der Gemeindeschwesterplus diesen Beschluss umsetzt.

Die Gemeindeschwesterplus besucht und berät hochbetagte, nicht pflegebedürftige Menschen auf Wunsch in ihrem häuslichen Umfeld. Dieses präventive und gesundheitsfördernde neue Angebot soll dazu beitragen, dass die Selbstständigkeit älterer Menschen möglichst lange erhalten bleibt. Durch einen geplanten präventiven Hausbesuch erkennt die Gemeindeschwesterplus frühzeitig Bedarfe, aber auch Risiken und kann entsprechend gegensteuern. Eine weitere Aufgabe der Gemeindeschwesterplus ist, aktive Nachbarschaften zu fördern, wie dies teils auch Kirchen- und Ortsgemeinden tun. Gemeinsam mit den anderen Fachkräften im Pflegestützpunkt, den Gemeinden und lokalen Akteuren in der Pflege, entwickelt sie die Voraussetzungen für eine sozialräumliche Begleitung und Pflege.

Das Land fördert das Modell in dem Erprobungszeitraum von dreieinhalb Jahren mit einem Festbetrag in sechs Landkreisen und drei kreisfreien Städten an insgesamt 13 Pflegestützpunkten. Die eingesetzten Pflegefachkräfte sind teils in Vollzeit, teils in Teilzeit tätig. Das Projekt wird wissenschaftlich begleitet durch das Deutsche Institut für angewandte Pflegeforschung e.V. (dip) in Köln.

Weitere Informationen zum Projekt Gemeindeschwesterplus finden Sie auf der Projekthomepage unter www.gemeindeschwesterplus.rlp.de