Gemeindeschwesterplus startet in Koblenz

Sozialstaatssekretär David Langner, die Koblenzer Bürgermeisterin Marie-Theres Hammes-Rosenstein sowie Volker Grabe, Kreisgeschäftsführer des DRK-Kreisverbands Koblenz-Stadt e.V., begrüßten heute die erste Pflegefachkraft im Projekt Gemeindeschwesterplus in Koblenz.

Sozialstaatssekretär David Langner erklärte: „Auch wenn wir heute in Rheinland-Pfalz eine gute Versorgungs- und Beratungsstruktur haben, kommt das Kümmern um hochbetagte Menschen in unserer Gesellschaft oft zu kurz. Mit dem Projekt Gemeindeschwesterplus fördern wir deshalb ein ganz konkretes Angebot für hochbetagte Menschen, die keine Pflege brauchen, aber in ihrem aktuellen Lebensabschnitt gern Unterstützung und Informationen annehmen möchten.“

Die Gemeindeschwesterplus wird die Menschen auf Wunsch zuhause individuell beraten: Zum Beispiel darüber, welche Angebote und sozialen Kontakte zur Stärkung der Selbständigkeit vor Ort genutzt werden könnten und welche präventiven Vorkehrungen getroffen werden können, um Pflegebedürftigkeit möglichst lange zu vermeiden. Ziel ist, die Selbstständigkeit hochbetagter Menschen in Rheinland-Pfalz lange zu erhalten.

Staatssekretär Langner dankte Bürgermeisterin Marie-Theres Hammes-Rosenstein für das Engagement der Stadt bei der Einbindung der Gemeindeschwesterplus in die regionale Beratungsstruktur: „Dass die jeweiligen Landrätinnen, Landräte, Bürgermeisterinnen und Bürgermeister das Projekt Gemeindeschwesterplus zu ‚Ihrer Sache‘ machen, trägt ganz wesentlich zum Gelingen des Projektes bei.“

„Wir freuen uns, dass die Menschen in unserer Stadt ein hohes Alter erreichen. Damit sie möglichst lange selbstbestimmt in ihren Wohnungen leben können, sind präventive Hausbesuche und die Stärkung informeller Netzwerke vor Ort durch die Gemeindeschwesterplus eine willkommene Unterstützung“, findet Bürgermeisterin Hammes-Rosenstein.

Das Modellprojekt der Landesregierung Gemeindeschwesterplus wird bis Ende Dezember 2018 in neun Landkreisen und kreisfreien Städten erprobt. Das Land übernimmt mit einem Festbetrag die Personal-und Sachkosten der insgesamt 12,5 Stellen an 13 Pflegestützpunkten. In der Implementierungsphase von Juli 2015 bis Dezember 2016 werden die ausgewählten kommunalen Gebietskörperschaften zudem wissenschaftlich eng begleitet.

Weitere Informationen zum Projekt Gemeindeschwesterplus finden Sie auf der Projekthomepage unter www.gemeindeschwesterplus.rlp.de. Bilder zur Veranstaltung können ab 10. November am Vormittag über die Mediathek des Ministeriums heruntergeladen werden.