Krebskranke brauchen zuverlässige und gut zugängliche Unterstützungsangebote

Anlässlich des bevorstehenden Weltkrebstages, der in jedem Jahr am 4. Februar stattfindet, sagte Gesundheitsministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler: „Die Krankheit ist nach wie vor die zweithäufigste Todesursache und für die meisten Menschen ist die Diagnose ‚Krebs‘ ein Schock. Zugleich sind die Überlebenschancen bei vielen Krebsarten durch die großen Fortschritte bei Diagnostik und Therapie aber deutlich gestiegen.“

Die Ministerin betonte die große Bedeutung der bestmöglichen Versorgung und Beratung von Menschen, die an Krebs erkrankt sind. Dazu gehörten auch Unterstützungsangebote, die Betroffenen dabei helfen, mit den Belastungen einer Krebserkrankung besser umzugehen und die Lebensqualität zu erhöhen. „Eine Krebserkrankung bedeutet für die Betroffenen neben dem körperlichen Leiden und der seelischen Belastung häufig auch praktische Probleme im Alltag. Das Tumorzentrum Rheinland-Pfalz e.V. ist gemeinsam mit der Krebsgesellschaft Rheinland-Pfalz e.V. ein wichtiger und zuverlässiger Partner und eine wertvolle Anlaufstelle für Menschen, die an Krebs erkrankt sind“, stellte sie heraus.
Beide Institutionen arbeiten eng zusammen und bieten mit ihren vielfältigen Unterstützungsangeboten eine integrierte ambulante psychosoziale Versorgung für an Krebs erkrankte Menschen und ihre Angehörigen in Rheinland-Pfalz. Sie beraten zu Reha-Maßnahmen, Schwerbehindertenausweisen, beruflicher Wiedereingliederung, Hilfsmöglichkeiten in finanziellen Notlagen und geben Hilfestellungen im Umgang mit psychischen Belastungen, Begleitängsten und Störungen im sozialen Umfeld.
„Zu uns kommen Menschen, die sich nach der Krebs-Diagnose mit den körperlichen und seelischen Folgen der Krankheit auseinandersetzen müssen“, weiß Michael Specht, Psychoonkologe und Leiter der Beratungsstelle des Tumorzentrums Rheinland-Pfalz e.V. „In dieser Situation bedürfen sie der kompetenten und einfühlsamen Unterstützung. Daneben verändern sich durch die Krankheit häufig die Lebensumstände. Da ist es gut, wenn es eine Anlaufstelle in der Nähe gibt, die mit Informationen und Beratung zur Seite steht“, so Specht weiter.

„Eine Krebserkrankung belastet den Patienten selbst, aber auch sein familiäres und soziales Umfeld“, ergänzt Dr. Thomas Schopperth, Fachlicher Leiter und Geschäftsführer der Krebsgesellschaft Rheinland-Pfalz. „Wenn in der Familie kleinere Kinder oder auch Jugendliche leben, sind speziell auf deren Sorgen und Nöte zugeschnittene Unterstützungsangebote gefragt. Daher hat die Krebsgesellschaft seit einigen Jahren das Projekt „Mama/Papa hat Krebs“ ins Leben gerufen, um betroffene Familien aufzufangen.“

Das kostenfreie Angebot der Beratungsstellen des Tumorzentrums und der Krebsgesellschaft Rheinland-Pfalz e.V. umfasst neben der zeitnahen psychosozialen Beratung auch längerfristige Gesprächsbegleitung für Betroffene und deren Angehörige. Je nach Bedarf finden die Gespräche als Einzel-, Paar-, Familien- oder Gruppengespräch statt.

Regelmäßig bietet das Tumorzentrum Rheinland-Pfalz e.V. mit Sitz in Mainz zusätzliche Außensprechstunden in Worms, Alzey, Bingen und Ingelheim an. Die Krebsgesellschaft Rheinland-Pfalz e.V. betreibt vier Beratungszentren in Koblenz, Trier, Ludwigshafen und Kaiserslautern sowie aktuell 37 Außensprechstunden in den jeweiligen Regionen. Über Sprechzeiten und aktuelle Patientenkursangebote informieren die Internetseiten der beiden Institutionen.

Kontakt:
Tumorzentrum Rheinland-Pfalz e. V., Gärtnergasse 6, 55116 Mainz,
Telefon: 06131-9201609, E-Mail: anmeldung(at)tuz-rlp.de, www.tuz-rlp.de

Krebsgesellschaft Rheinland-Pfalz e. V., Löhrstraße 119, 56068 Koblenz,
Telefon: 0261-98865-0, E-Mail: kontakt(at)krebsgesellschaft-rlp.de, www.krebsgesellschaft-rheinland-pfalz.de