Neues Landesnetzwerk fördert selbstbestimmtes Leben im Alter

„Das neu gegründete Landesnetzwerk ,Anlaufstellen für ältere Menschen in Rheinland-Pfalz‘ ist ein Bündnis vieler Angebote in Rheinland-Pfalz, die einen wichtigen Beitrag zur selbständigen Lebensführung und gesellschaftlichen Teilhabe im Alter leisten. Hierin sehen wir ein wichtiges Instrument, um sich auszutauschen, voneinander zu lernen und Ressourcen zielgerichtet und aufeinander abgestimmt einzusetzen“, kündigte Sozial- und Demografieministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler heute im Rahmen des Tags der älteren Generationen und mit Blick auf die morgige Auftaktveranstaltung an.

Bei der morgigen Veranstaltung „Gemeinsam stark für Menschen im Alter – Zusammenland Rheinland-Pfalz!“ in Bingen wird das Landesnetzwerk „Anlaufstellen für ältere Menschen in Rheinland-Pfalz“ konstituiert und Arbeitsweise, Arbeitsformen, die Selbststeuerung und die Themen für die Arbeit im ersten Jahr festgelegt. Zudem werden die Leitlinien des Landesnetzwerks verabschiedet, die das Leitbild, das Selbstverständnis des Netzwerks, seine Ziele und die Netzwerkstruktur beschreiben.

Bei den Anlaufstellen, die das Landesnetzwerk umfasst, handelt es sich um Einrichtungen, Treffpunkte, Beratungs- und Unterstützungsmöglichkeiten, die ältere Menschen aufsuchen oder anfragen können. Dazu gehören beispielsweise kommunale Leitstellen „Älter werden“, Seniorenbüros, Pflegestützpunkte, Begegnungsstätten, Pflegedienste, Gemeindeschwesternplus, Mehrgenerationenhäuser, Seniorenbeiräte, Altenpflegeeinrichtungen, Nachbarschaftsinitiativen, Netzwerke für Demenz, Projekte ehrenamtlichen Engagements wie PC- und Internet-Treffs, Bewegungsbegleiter oder SeniorTrainerInnen. „Unser neues Netzwerk hat drei Besonderheiten: Es ist im bundesdeutschen Vergleich einmalig, dass Fachkräfte und Ehrenamtliche aus allen Anlaufstellen für ältere Menschen in Rheinland-Pfalz zusammenarbeiten können. Außerdem ist die Bandbreite der Organisationen sowie seine fachliche und organisatorische Selbststeuerung einzigartig“, so die Ministerin.

Seit September 2017 haben rund 150 Haupt- und Ehrenamtliche aus Rheinland-Pfalz am Aufbau des landesweiten Netzwerkes mitgewirkt. Mit großem Engagement haben sie die Struktur und die Arbeitsweise des Landesnetzwerks erarbeitet. Für viele hat das Landesnetzwerk einen Mehrwert für sie selbst und ihre Arbeit vor Ort, die Zusammenarbeit untereinander wird verbessert und eine größere Sichtbarkeit für die Themen älterer Menschen erreicht.

Begleitet wurde der Aufbauprozess von der Bundesarbeitsgemeinschaft Seniorenbüros e.V. (BaS), die über eine reichhaltige Expertise zu überregionalen Vernetzungsprozessen verfügt: „Wir freuen uns, dass wir mit unserer partizipativen und kreativen Arbeitsweise den Aufbauprozess des Netzwerkes unterstützen konnten und in den kommenden drei Jahren als Servicestelle den Ausbau des Landesnetzwerkes fortführen werden, erklärte der BaS-Vorstandsvorsitzender Franz-Ludwig Blömker.

„Ich danke allen, die sich im Netzwerk engagieren und sich die Zeit nehmen, ihre Erfahrungen und Ansichten aktiv einzubringen und damit nicht nur die eigene Arbeit verbessern“, so Bätzing-Lichtenthäler.

Das Landesnetzwerk sucht noch Unterstützerinnen und Unterstützer: Alle Interessierten, die im Landesnetzwerk mitwirken möchten, können sich an die Servicestelle des Landesnetzwerks „Anlaufstellen für ältere Menschen in Rheinland-Pfalz“, an Projektleiterin Annette Scholl, Tel.: 0228/18499575, E-Mail: scholl(at)seniorenbueros.org bei der Bundesarbeitsgemeinschaft Seniorenbüros e.V. (BaS) wenden. Weitere Informationen unter www.seniorenbueros.org.