Pflegerische Versorgung in den heißen Sommermonaten

Der Sommer ist in Rheinland-Pfalz angekommen und bringt viele Vorteile mit sich: Ein kühles Eis in der Mittagspause, gemütliche Grillabende mit Freunden oder Schwimmbadbesuche mit den Kindern. Es gibt jedoch auch Personengruppen, für die ein heißer Sommer belastend sein kann. „Weil lange Hitzeperioden besonders alten und pflegebedürftigen Menschen zu schaffen machen, möchten wir mit ein paar einfachen, aber praktischen Tipps dabei helfen, sich an die heißen Temperaturen anzupassen“, sagte Gesundheits- und Sozialministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler.

Weil das Durstgefühl im Alter abnimmt, sollten ältere Menschen darauf achten, ausreichend zu trinken. Angehörige und Pflegekräfte sollten die Seniorinnen und Senioren dazu motivieren, in regelmäßigen Abständen Kräuter- und Früchtetees, Saftschorlen oder Mineral- und Leitungswasser zu sich zu nehmen. Bei Bedarf sollte entsprechende Hilfestellung beim Trinken geleistet werden. 

An heißen Tagen empfiehlt sich das Tragen von leichter luftdurchlässiger Kleidung. Beim Spazieren im Freien ist das Tragen einer Kopfbedeckung und die Verwendung eines Sonnenschutzmittels unbedingt empfehlenswert. Statt luftundurchlässigen Inkontinenzeinlagen sollten Netzhosen mit Einlagen getragen werden. Um den Körper abzukühlen können Fußbäder, kühlende Waschungen oder Einreibungen – insbesondere vor dem Schlafengehen hilfreich sein. Nachts sollten so wenige Kissen wie möglich verwendet werden, es bietet sich an, ein leichtes Laken als Zudecke zu verwenden. 

Bei den älteren Menschen sollte unbedingt auch auf Symptome geachtet werden, die auf Überhitzung hinweisen: Körpertemperaturen über 38° Celsius, Unruhe, Verwirrtheit und Erbrechen. Auch trockene kühle Haut bei gleichzeitiger hoher Körpertemperatur kann ein Zeichen für einen drohenden Hitzschlag sein. 

Vom Deutschen Wetterdienst (www.dwd.de) wird für Gesundheitsämter und Einrichtungen zur Pflege und Betreuung älterer Menschen ein Hitzewarndienst angeboten. Zwischen Mai und August werden über einen Hitze-Newsletter Warnungen an „registrierte“ Nutzer versandt, wenn die „gefühlte Temperatur“ die Schwelle von 32 Grad (starke Wärmebelastung) bzw. 38 Grad (extreme Wärmebelastung) überschreitet. Hilfreich ist auch eine Handy-Applikation des Deutschen Wetterdienstes für ältere Menschen (sofern sie mit der Handytechnik vertraut sind) und Stadtbewohner, die warnt, wenn die erwartete Temperatur 36 Grad übersteigt, da Hitze bereits ab diesem Schwellenwert für Ältere eine extreme Belastung darstellt.

Das ausführliche Merkblatt „Empfehlungen für Interventionsmaßnahmen bei anhaltenden Hitzeperioden“ können Sie unter diesem Link auf der Seite des Landesamts für Soziales, Jugend und Versorgung (LSJV) herunterladen. Allgemeine Informationen zum Thema Hitze finden Sie auch auf der Internetseite des Gesundheitsministeriums.