Projektstart „Comeback“ und „FiB – Frauen in Beschäftigung“

Aus dem im April 2018 veröffentlichten Aufruf zur Einreichung von Projektvorschlägen im Rahmen einer präventiven Arbeitsmarktpolitik für Frauen und ältere Menschen ab 50 Jahren haben zum 1. August 2018 die ersten beiden Projekte begonnen.

Bei dem Projekt „Comeback – Berufliche (Neu)orientierung für Frauen im ländlichen Raum“ handelt es sich um ein onlinegestütztes Beratungs- und Coachingangebot, das gezielt auf arbeitslose Frauen und deren spezielle Vermittlungs- und Beratungsbedürfnisse ausgerichtet ist. Es wird vom Träger KIZ Sinnova gGmbH & Co. KG im Landkreis Vulkaneifel durchgeführt und soll Frauen beim Start oder Wiedereintritt in die Arbeitswelt helfen. „Mit der Durchführung dieses Projektes geht das Land neue innovative Wege“, erklärte Arbeitsministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler, „da gerade im ländlichen Raum die Teilnehmerinnen häufig auf Verkehrsmittel angewiesen und dadurch eine Projektteilnahme oftmals erschwert wird. Dem beugen wir hier vor, indem wir ein virtuelles Beratungsangebot anbieten, bei dem die Beratung in Kleingruppen in einem ‚virtuellen Klassenzimmer‘ erfolgt.“

Das zweite Projekt, „FiB – Frauen in Beschäftigung“, richtet sich an die nachhaltige berufliche und soziale Integration von Frauen im SGB-II-Leistungsbezug und ist im Landkreis Mayen-Koblenz gestartet. Durch Betriebsbesichtigungen und Berufsorientierungsveranstaltungen sollen die Frauen Alternativen zu ihren bisherigen Tätigkeitsfeldern kennenlernen. Charakteristisch für diese Maßnahme ist, dass Arbeitgeber gezielt auf das Modell der Teilzeitausbildung angesprochen werden, um sie für eine Kooperation zu gewinnen. „Gerade in Bezug auf den in Zukunft immer weiter steigenden Fachkräftemangel ist es wichtig, die auf dem rheinland-pfälzischen Arbeitsmarkt ungenutzten und bisher nicht ausreichend genutzten Potenziale zu fördern und zu aktivieren“, so Bätzing-Lichtenthäler.

Innerhalb der nächsten vier Monate starten insgesamt 34 weitere Projekte in Rheinland-Pfalz, die sich an die im Aufruf genannten Zielgruppen Frauen und ältere Bezieherinnen und Bezieher von Leistungen der Grundsicherung richten. Sie alle verfolgen das Ziel, durch langfristige, individuelle und lösungsorientierte Unterstützung, die Beschäftigungsfähigkeit der arbeitslosen Menschen zu erhöhen, um so die Chancen auf dem ersten Arbeitsmarkt erheblich zu verbessern. Das Land fördert diese Projekte mit insgesamt 3,6 Millionen Euro aus arbeitsmarktpolitischen Mitteln.