Projektstart „Job-Manufaktur“ schafft Perspektiven für Langzeitarbeitslose

„Als Arbeitsministerin freue ich mich über die gute Auftragslage der rheinland-pfälzischen Unternehmen und bin mir bewusst, dass es viele freie Stellen gibt. Aber wir dürfen diejenigen nicht aus dem Blick verlieren, für die es keine Selbstverständlichkeit ist, eine Arbeit zu finden“, bekräftigte Arbeitsministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler. Oft sind der fehlende Berufsabschluss oder eine bereits länger andauernde Arbeitslosigkeit Hürden auf dem Weg in eine neue Beschäftigung. Wenn dann noch gesundheitliche Beeinträchtigungen, Schulden oder fehlende Betreuungsmöglichkeiten für die Kinder hinzukommen, scheint es den Betroffenen aussichtslos, eine Anstellung zu finden.

Um Menschen dabei zu unterstützen, hat das Land gemeinsam mit dem Jobcenter und dem Kreis Birkenfeld das Projekt „Job-Manufaktur“ initiiert. Ziel des zum 1. Juli 2018 beginnenden Projektes ist es, Langzeitleistungsbeziehende für den Wiedereinstieg in eine bedarfsgerechte Beschäftigung vorzubereiten und sie perspektivisch an den ersten Arbeitsmarkt heranzuführen. Dazu werden die 18 Teilnehmenden in den ersten beiden Monaten bei der Elisabeth-Stiftung Birkenfeld auf die fachpraktischen Tätigkeiten im Projekt vorbereitet. Im Industriedenkmal der Jakob Bengel Stiftung finden anschließend die praktischen Tätigkeiten statt. Entsprechend der individuellen Fähigkeiten ist dort ein Einsatz in den Bereichen Pflege und Restaurationsarbeiten an Einrichtungen und Maschinen, Dokumentation, Archivierung und Verwaltung sowie Gestaltung denkbar. Während der Projektdauer erfolgt eine intensive sozialpädagogische Betreuung und fachpraktische Anleitung der Teilnehmenden.

„Die Verknüpfung zwischen kreativen fachpraktischen Tätigkeiten aus dem Schmuck- und Edelsteinbereich mit den kaufmännischen und handwerklichen Elementen eines Echtbetriebes soll hier neue Wege der Integration eröffnen und den Teilnehmenden das Gefühl der echten Teilhabe geben“, so Arbeitsministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler. „Zudem kann mit dem Projekt ein Beitrag für die Erhaltung des Kulturgutes der Ketten- und Bijouteriewarenfabrik Idar-Oberstein geleistet werden. Eine weitere Besonderheit des Projektes sei der Arbeitsvertrag, den die Teilnehmenden während der praktischen Tätigkeit im Industriedenkmal der Jakob-Bengel-Stiftung erhalten“, erklärte die Ministerin. „Damit werden die Voraussetzungen geschaffen, dass die Teilnehmenden wieder einer entlohnenden Tätigkeit nachgehen können.“

Für die Dauer eines Jahres wird die „Job-Manufaktur“ aus arbeitsmarktpolitischen Mitteln des Landes in Höhe von rund 185.000 Euro gefördert. Darüber hinaus beteiligt sich sowohl das Jobcenter als auch der Landkreis Birkenfeld mit finanziellen Mitteln an der Durchführung des Projektes.