Rheinland-Pfalz arbeitet intensiv an Umsetzung der neuen Pflegeausbildungen

In Rheinland-Pfalz arbeiten das Ministerium für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Demografie, das Ministerium für Bildung sowie das Ministerium für Wissenschaft, Weiterbildung und Kultur zusammen mit ihren Partnern aus der Pflegepädagogik, der Pflege, des Gesundheitswesens und der Hochschulen mit Hochdruck an der Umsetzung der neuen generalistischen Pflegeausbildungen. Dies wurde in der heutigen Sitzung des Ministerrates deutlich, in der Arbeits- und Sozialministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler, Bildungsministerin Dr. Stefanie Hubig und Wissenschaftsminister Prof. Dr. Konrad Wolf über den derzeitigen Stand der Umsetzung berichteten.

Die bisherigen drei beruflichen Ausbildungen in der Altenpflege, der Gesundheits- und Krankenpflege sowie der Gesundheits- und Kinderkrankenpflege werden auf Grundlage des Pflegeberufereformgesetzes des Bundes zu einer einheitlichen beruflichen Ausbildung und zu einer neuen akademischen Pflegequalifikation zusammengeführt. 

Arbeits- und Sozialministerin Bätzing-Lichtenthäler stellte heraus, wieso die Reform unverzichtbar ist: „Die geänderte Gesellschaftsstruktur, der demografische Wandel und die durch ihn veränderten Krankheitsbilder machen die Reform der Pflegeausbildung notwendig. Wir brauchen in der Altenpflege mehr an klassischer Krankenpflegekompetenz und wir brauchen in den Kliniken mehr sozialpflegerische Kompetenz, die bisherige Domäne der Altenpflegeausbildung.“

„Pflegeberufe sind Berufe der Zukunft. Wir brauchen hervorragend ausgebildete Frauen und Männer, die sich diesem Beruf mit Leidenschaft widmen“, erläuterte Bildungsministerin Hubig. „Wir stellen die Ausbildung unserer Pflegerinnen und Pfleger jetzt auf ein neues, modernes Fundament. Die bisherigen, ganz unterschiedlichen Schulkulturen an den Alten- und den Krankenpflegeschulen führen wir behutsam zusammen. Der Start der neuen Ausbildung wird im nächsten Schuljahr 2020/2021 erfolgen.“

Die Minister erläuterten im Kabinett, dass bereits mehrere wichtige Weichenstellungen für die Realisierung der Reformen, insbesondere ihrer Finanzierung erfolgt sind. Die Landesverordnung zur Finanzierung der beruflichen Ausbildung in der Pflege ist in Kraft getreten, die Ausbildungsbudgets zur Finanzierung der Pflegeschulen und der Träger der praktischen Ausbildung wurden vereinbart, die für den Aufbau eines Ausgleichsfonds zur Finanzierung der beruflichen Pflegeausbildung zuständige Stelle wurde bestimmt und hat bereits ihre Arbeit aufgenommen. Darüber hin-aus sind wichtige Vorarbeiten für die Sicherstellung der vollkommen neu konzipierten praktischen Ausbildung in Angriff genommen und sieben neue Professorenstellen an der Universität Trier und der Hochschule für Wirtschaft und Gesellschaft Ludwigshafen zur Einrichtung des grundständigen Pflegestudiums geschaffen worden. „Ich freue mich darüber, dass die Universität Trier die neue primärqualifizieren-de Pflegeausbildung bereits ab dem Wintersemester 2020/2021 anbietet und im da-rauffolgenden Jahr die Hochschule in Ludwigshafen nachziehen wird. So schaffen wir die Voraussetzungen, dass auch bald akademisch ausgebildete Pflegekräfte nach dem Pflegeberufegesetz ihren Dienst aufnehmen können“, so Wissenschaftsminister Wolf.