Jugendarbeitsmarktpolitik

Junge Menschen geben ein Daumen hoch

© Yuri Arcurs Photography

Die rheinland-pfälzische Arbeitsmarktpolitik für junge Menschen ist darauf ausgerichtet, Jugendliche rechtzeitig fit für den Arbeitsmarkt zu machen, sie bei der Berufsorientierung sowie der Suche nach einer Ausbildung beziehungsweise Arbeit zu unterstützen und ihnen fehlende oder ergänzende Qualifikationen und Kompetenzen zu vermitteln. Diese wie auch weitere Projekte haben unter anderem das Ziel, motivationszerrende und für alle Seiten kostenintensive Ausbildungsabbrüche zu vermeiden.

Das gemeinsame Ziel aller Projekte ist es, die Beschäftigungschancen und -möglichkeiten junger Menschen individuell, praxisnah und berufsbezogen zu fördern. Die große Bandbreite an Projektansätzen entspricht dabei den heterogenen Ausgangslagen der Jugendlichen und jungen Erwachsenen und zielt darauf ab, ihnen die jeweils spezifisch benötigten Unterstützungsangebote passgenau unterbreiten zu können.

Förderansätze

Jobfux

Die Jobfüxe helfen insbesondere Schülerinnen und Schülern in Schulen mit Ausbildungsgang Berufsreife durch präventive arbeitsweltorientierte Angebote, um die Übergänge zwischen Schulsystem und Berufssystem zu erleichtern. Sie fördern damit die dauerhafte berufliche und soziale Integration von jungen Menschen. Die Jobfüxe sind insbesondere in den Abgangsklassen der Schulen direkte Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner für Schülerinnen und Schüler, deren Eltern, die Schule sowie für Ausbildungsbetriebe. Sie stellen ein kontinuierliches und breites Spektrum von Angeboten zur intensiven Unterstützung bereit.

Die Projektlaufzeit ist an das Schuljahr angelehnt und beginnt am 01.07. bzw. endet am 30.06. Die Finanzierung erfolgt aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds in Rheinland-Pfalz (ESF) und aus arbeitsmarktpolitischen Mitteln des Landes.

Jugendscout

Aufgabe der Jugendscouts ist es, arbeitslose Jugendliche zu beraten, um ihnen den Zugang zu den Angeboten der Aktivierung, Qualifizierung und Beschäftigung zu ermöglichen. Sie erreichen junge Menschen, die wegen persönlicher Merkmale vorhandene Angebote zur beruflichen Eingliederung nicht oder nicht mehr in Anspruch nehmen. Diese Hilfestellung soll den dauerhaften (Wieder-)Einstieg in den Ausbildungs- bzw. Arbeitsmarkt ermöglichen.

Auch bei den Jugendscouts richtet sich die Projektlaufzeit nach dem Schuljahr (01.07.- 30.06.). Die Finanzierung erfolgt aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds in Rheinland-Pfalz (ESF) und aus arbeitsmarktpolitischen Mitteln des Landes.

Fit für den Job

Um Jugendlichen, denen aufgrund besonderer Problemlagen nicht direkt der Ein-stieg in Ausbildung gelingt, eine Alternative bieten zu können, hat das MSAGD den Ansatz „Fit für den Job“ aufgelegt. Den Jugendlichen wird ein Angebot gemacht, innerhalb dem sie praxisnahe Einblicke in Berufsbilder erhalten und fachbezogene Qualifikationen vermittelt bekommen. In Werkstätten können die jungen Menschen beispielsweise verschiedene Berufsbilder direkt ausprobieren, ihre Interessen kennen lernen und erste Fertigkeiten entwickeln. Dies können sie in Betriebspraktika vertiefen. Durch Bewerbungstraining und intensive Begleitung werden die Jugendlichen in der Bewerbungsphase für eine Ausbildung unterstützt. Um den Übergang in eine Ausbildung möglichst gut zu gestalten, ist eine sozialpädagogische Begleitung in der Anfangsphase der Ausbildung möglich.

Die Finanzierung erfolgt Mitteln des Europäischen Sozialfonds in Rheinland-Pfalz (ESF) und aus arbeitsmarktpolitischen Mitteln des Landes.

Vermeidung von Ausbildungsabbrüchen

Die vorzeitige Lösung von Ausbildungsverträgen hat für alle Beteiligten oftmals viele Nachteile. Für die Jugendlichen wird ein Ausbildungsabbruch häufig als persönliches Scheitern und damit als demotivierend empfunden. Ein Ausbildungsabbruch birgt gleichzeitig die Gefahr des endgültigen Ausstiegs aus der Ausbildung oder dem Erwerbsleben. In den Betrieben verursachen vorzeitige Lösungen von Ausbildungsverträgen Kosten, führen zu einer geringeren Auslastung der Ausbildungskapazität und stellen daher für die betroffenen Betriebe eine sozial-ökonomische Belastung dar. Zudem werden frei werdende Ausbildungsstellen nur selten umgehend besetzt und die Ausbildungsbereitschaft enttäuschter Betriebe verringert sich.

Ziel der Projekte ist es daher, Ausbildungsabbrüche zu vermeiden bzw. Ausbildungsabbrecher/innen wieder in das duale Ausbildungssystem zu integrieren und ihnen somit zu einem erfolgreichen Berufsabschluss zu verhelfen. Die Finanzierung erfolgt aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds in Rheinland-Pfalz (ESF) und aus arbeitsmarktpolitischen Mitteln des Landes.

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