Gesundheitsförderung / Prävention

Spielzeug-Krankenwagen

© ak123 - Fotolia

Prävention und Gesundheitsförderung bilden neben der Behandlung von Krankheiten, der Rehabilitation und Pflege eine eigenständige Säule des Gesundheitswesens. Ziel und Chance der Prävention ist die Vermeidung von Krankheiten und die Verringerung von Folgeschäden durch die weitgehende Ausschaltung von Risikofaktoren und Krankheitsursachen vor dem Auftreten einer manifesten Schädigung. Hierzu gehören medizinische und soziale Anstrengungen ebenso wie die Stärkung der individuellen Widerstandskraft. Als besondere Herausforderung sieht die Landesregierung den Ausgleich sozialer Benachteiligungen.

Mit der Verabschiedung des Gesetzes zur Stärkung der Gesundheitsförderung und der Prävention (Präventionsgesetz) im Jahr 2015 hat der Gesetzgeber die Weichen für eine stärkere Vernetzung und Intensivierung präventiver Angebote gestellt.
Am 21. Juli 2016 wurde von den gesetzlichen Krankenkassen, der Renten-, Pflege- und Unfallversicherung sowie dem Land Rheinland-Pfalz, vertreten durch das Gesundheitsministerium, die Landesrahmenvereinbarung Prävention unterzeichnet. Diese bietet den Rahmen, bewährte Ansätze und Kooperationen der Gesundheitsförderung und Prävention fortzuführen und neue Initiativen gemeinsam voranzubringen. Die Landesrahmenvereinbarung Prävention finden Sie hier.

Prävention und Gesundheitsförderung erfordern das Engagement und die Partizipation aller Beteiligten. Daher sind die Stärkung von Selbsthilfe und ehrenamtlicher Tätigkeit und ebenso der Ausbau von Patientenrechten notwendig.

Stärkung regionaler Strukturen

In diesem Zusammenhang ist die Entwicklung  und Stärkung regionaler Strukturen der Gesundheitsförderung ein wichtiges Anliegen. Deshalb werden Auf- und Ausbau eines funktionierenden Netzes im Selbsthilfebereich mit funktionstüchtigen und qualitätsorientierten Kontakt- und Informationsstellen unterstützt und gefördert, ebenso wie regionale und überregionale gesundheitsfördernde Projekte und Initiativen, wie Gesundheitskonferenzen in den Landkreisen und kreisfreien Städten.

Die Bekämpfung chronischer Krankheiten und die Förderung der Kindergesundheit unter besonderer Beachtung sozial benachteiligter Bevölkerungsgruppen geschieht durch die Entwicklung und Steuerung regionaler gesundheitsfördernder Strukturen sowie die Entwicklung und Koordination von Präventions- und Hilfsangeboten, insbesondere bei chronischen Erkrankungen.

Schwerpunkte unserer Arbeit sind:
  • die Verbesserung der Vorsorge, der Diagnostik und Therapie bei Krebserkrankungen mit besonderer Berücksichtigung von Brustkrebs (Errichtung von Brustzentren im Rahmen des Landeskrankenhausplans, Förderung von Beratungs- und Selbsthilfeinitiativen und des Tumorzentrums Rheinland-Pfalz, des flächendeckenden.
  • der weitere Ausbau der Präventions- und Versorgungsangebote bei Diabetes mellitus auf der Basis der Empfehlungen des Landesdiabetesbeirats (gezielte Schulungsangebote, Qualifizierung von Fachpersonal, weitere Vernetzung der Versorgungsangebote),
  • die Bekämpfung weiterer chronischer Krankheiten, wie Allergien, Herz-Kreislauferkrankungen und rheumatische Erkrankungen,
  • die Bekämpfung von Infektionskrankheiten, wie HIV und AIDS durch Stärkung bestehender Beratungs- und Versorgungsstrukturen und weitere Beteiligung an der Fortführung der Stiftung "Humanitäre Hilfe für durch Blutprodukte HIV-infizierter Personen",
  • die Bekämpfung von Adipositas, Ernährungs- und Bewegungsstörungen, insbesondere durch die Unterstützung landesweiter Netzwerke. 
  • die Prävention des Plötzlichen Säuglingstods (Broschüre "SO SCHLÄFT IHR BABY AM SICHERSTEN") (Homepage "Gemeinsame Elterninitiative Plötzlicher Säuglingstod (GEPS) Landesverband Rheinland-Pfalz/Saarland e.V. und www.babyschlaf.de) und von chronischen Krankheiten im Kindesalter (Fehlbildungen, angeborene Stoffwechselerkrankungen),
  • der kontinuierliche Ausbau der Jugendzahnpflege mit besonderer Berücksichtigung sozialer Ungleichheiten.

Hinzu kommen die Förderung und Koordination von Selbsthilfe und Ehrenamt/ bürgerschaftlichem Engagement im Gesundheitswesen mit Einzelfallbearbeitung, die unmittelbar mit den vorgenannten Themenfeldern verbunden sind.

Kurzinformation zur Broschüre "SO SCHLÄFT IHR BABY AM SICHERSTEN" in verschiedenen Sprachen
Ihr Ansprechpartner im Ministerium:

Dr. Stephanie Laux
(Referatsleiterin)
Tel.: 06131 16 2321
Fax: 06131 1617-2321
E-Mail: stephanie.laux(at)msagd.rlp.de 

Christine Brück 
Tel.: 06131 16 2352
Fax: 06131 1617-2352
E-Mail: christine.brueck(at)msagd.rlp.de 

Ulrike Mehrtens
Tel.: 06131 16 2637  
Fax: 06131 1617-2637  
E-Mail: ulrike.mehrtens(at)msagd.rlp.de

Anita Jahraus (Referatsassistentin)
Tel.: 06131 / 16-5018
Fax: 06131 / 1617-5018
E-Mail: anita.jahraus(at)msagd.rlp.de 

Beispiele landesweiter Netzwerke