Förderung der Organspende in Rheinland-Pfalz

Organspendeausweis

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Organspende kann Leben retten – jeden Tag sterben Menschen, weil sie auf die lebensrettende Spende eines Organs gewartet haben. Mithilfe der Transplantationsmedizin können wir heute vielen Menschen das Überleben einer lebensbedrohlichen Erkrankung ermöglichen.

Die Organspende ist eine ganz persönliche Entscheidung. Sie ist ausführlich im Gesetz über die Spende, Entnahme und Übertragung von Organen (Transplantationsgesetz - TPG) vom 1. Dezember 1997 geregelt und wurde im Mai 2012 vom Deutschen Bundestag mit großer Mehrheit aktualisiert. Weitere Informationen zum Gesetz finden Sie hier.

Um eine informierte und unabhängige Entscheidung jedes Einzelnen zu ermöglichen, ist eine breite Aufklärung der Bevölkerung zu den Möglichkeiten der Organ- und Gewebespende durch die Länder, die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) sowie die Krankenkassen und privaten Krankenversicherungsunternehmen nötig. Dabei wird der Grundsatz der Freiwilligkeit der Entscheidung jedes Einzelnen und die Ergebnisoffenheit der Aufklärung gesetzlich klargestellt.

Ziel des Gesetzes ist es, die zivil- und strafrechtliche Absicherung der Organspende und Organentnahme, die gesundheitsrechtliche Absicherung der Organübertragung und die Strafbewehrung des Verbots des Organhandels in Deutschland sicher zu stellen.

Das Gesetz sieht eine strikte organisatorische und personelle Trennung der Bereiche Organ- und Gewebespende und Vermittlung und Transplantation vor und legt damit Zuständigkeiten eindeutig fest. Für die Organ- und Gewebespende ist die Deutsche Stiftung Organtransplantation (DSO) verantwortlich. Für die Vermittlung Eurotransplant. Zwei Ärzte müssen unabhängig voneinander den endgültigen, nicht behebbaren Ausfall des Gehirns feststellen. Auf der anderen Seite müssen die Aufnahme der Patienten in Wartelisten nach konkreten Regeln erfolgen, die dem Stand der medizinischen Wissenschaft entsprechen.

Das Transplantationsgesetz regelt im Einzelnen die Zuständigkeiten und Verantwortlichkeiten der Krankenhäuser, der Deutschen Stiftung Organtransplantation (DSO) der Transplantationszentren und des Landes Rheinland-Pfalz als ausführende Institutionen dieses Gesetzes. Die näheren Einzelheiten sind im Landesgesetz zur Ausführung zum Transplantationsgesetz (AGTPG) vom 30. November 1999 geregelt. Das Rheinland-Pfalz hatte bereits damals den Einsatz von Transplantationsbeauftragten (TxB) im Landesrecht geregelt.


In Rheinland-Pfalz gibt es zwei Transplantationszentren:
  • Klinikum der Johannes Gutenberg-Universität Mainz mit den Transplantationsprogrammen Herz, Lunge, Leber, Niere, Pankreas.
  • Westpfalz-Klinikum GmbH Kaiserslautern mit den Transplantationsprogrammen Niere und Pankreas.

In allen 81 Entnahmekrankenhäusern in Rheinland-Pfalz sind Transplantationsbeauftragte (TxB) benannt (100 %). TxB sind kompetente Ansprechpartner für das Thema Organspende.

Die Förderung der Organspende ist eine Gemeinschaftsaufgabe. Die Landeszentrale für Gesundheitsförderung in Rheinland-Pfalz e.V. (LZG) und die Deutsche Stiftung Organtransplantation (DSO) - Region Mitte - sind Hauptpartner dieses Konzepts.

Mit der Initiative Organspende setzen alle Beteiligten in Rheinland Pfalz langfristig auf den gesellschaftlichen Wandel und eine damit verbundene vermehrte Zustimmung zur Organspende.

Weitere Informationen erhalten Sie auch bei der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA).

Ansprechpartner im Ministerium:

Dr. Stephanie Laux
(Referatsleiterin)
Tel.: 06131 16 2321
Fax: 06131 1617-2321
E-Mail: stephanie.laux(at)msagd.rlp.de 
 

Christine Brück 
Tel.: 06131 / 16-23 52
Fax: 06131 / 16-17-23 52
E-Mail: christine.brueck(at)msagd.rlp.de

Ulrike Mehrtens
Tel.: 06131 / 16-2637
Fax: 06131 / 16-17-2637
E-Mail: ulrike.mehrtens(at)msagd.rlp.de

Anita Jahraus (Referatsassistentin)
Tel.: 06131 / 16-5018
Fax: 06131 / 16-17-5018
E-Mail: anita.jahraus(at)msagd.rlp.de

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Informationen zum Organspendeausweis bekommen Sie hier